Sonntag, 15. November 2015

Ein Spitzenduo: Schokolade und Mohn

Da ich am vergangenen Freitag einen Apfelkuchen für eine gemeinnützige Veranstaltung gebacken habe, aber gleichzeitig mein Papa kam, um mir in meinem Haus beim Renovieren zu helfen, wollte ich für ihn bzw. für uns auch noch einen kleinen Kuchen backen. Man sieht, ich lasse keine Gelegenheit aus, neue Kuchenrezepte zu probieren, denn ich bezeichne Kuchen backen immer noch als ein sehr schönes Hobby. So langsam habe ich auch ca. 50% der Rezepte aus dem GU-Buch "kleine Kuchen" gebacken. Für 2-3 Leute ist das einfach eine schöne Größe, wenn man am Wochenende was Süßes, Selbstgebackenes zum Kaffee haben will.


Und die Serie mit den Mohnkuchen geht weiter. Dies ist der Dritte in Folge. Ich hatte ja bereits Mohn mit Obst und Quark im Kuchen verarbeitet, sowie Mohn mit Pudding als Kuchenfüllung. Von beiden Kuchen war ich wirklich begeistert, sodass ich nicht gedacht hätte, dass ein einfacher Rührkuchen mit Mohn, auch wenn er Schoko-Mohn-Torte heißt, gegen die ersten beiden Kreationen ankommt. Falsch gedacht, denn Schokolade und Mohn harmonieren einfach unglaublich gut. Die Füllung des Kuchens ist wirklich schön saftig und die Glasur aus Schokolade ist auch wichtiger Bestandteil des Kuchens. Ich habe für die Glasur rezeptgetreu Butter, Sahne und Puderzucker mit der Schokolade geschmolzen. Diese ließ sich dann toll verarbeiten und sah schön aus, das merke ich mir ebenfalls. Aber das Kuchenrezept als Gesamtes ebenso - es sollte durchgekommen sein, dass ich sowohl Mohn als auch Schokolade liebe und einen Mohn-Schoko-Kuchen erst recht. Anders als im Originalrezept habe ich Vollmilch- anstatt Zartbitterschokolade verwendet. Ist sicher beides gut.

Donnerstag, 12. November 2015

Auflauf mit Süßkartoffeln und allerlei anderen Zutaten


Ein orangefarbenes Gericht im Herbst ohne Kürbis (und auch ohne Orangen) - sowas ist ungewöhnlich für diesen Blog. In diesem Auflauf sind in der Tat "nur" Süßkartoffeln und Karotten zu finden. Zugegeben, soooo weit weg sind beide Gemüsesorten geschmacklich nicht vom Kürbis. Sicher ein Grund, warum mir dieser Auflauf auch sehr gut geschmeckt hat.


Aufmerksam wurde ich auf die interessante Kombination bei Inga. Sie nennt das Rezept Süßkartoffelauflauf in Mandel-Mohn-Soße. Interessant schreibe ich, weil zu den bereits genannten noch allerlei andere Zutaten reinkommen: Karotten, Feta, Sonnenblumenkerne, Rosinen und Ingwer. Das bekommt nach meiner Definition schon Experimentcharakter. Und für sowas bin ich manchmal sehr offen :-)


Meine Offenheit wurde auch diesmal belohnt, denn mir hat's super geschmeckt. Einfach mal anders, vor allem mit dem Mohn und den Rosinen im süß-salzigen Auflauf. Dazu gab's einen frischen Feldsalat, wie von Inga geraten. Ich habe übrigens statt Mandelmilch 300 ml Wasser und einen guten Teelöffel Mandelmusverwendet, da ich nur letzteres daheimhatte. Und Kürbiskerne gab's statt Sonnenblumenkernen, da ich diese ein wenig lieber mag.

Sonntag, 8. November 2015

Curry mit Lieblingsgemüse

Asiatisch angehauchte Curries sind bei mir während der letzten Monate ein Küchenklassiker geworden. Denn ich habe oft für viele Leute gekocht, und so ein Curry ist schnell gemacht, schmeckt in der Regel allen (nur mit der Schärfe muss ich aufpassen, da nicht jeder gerne so scharf isst wie ich) und ist für den ein oder anderen sogar etwas Neues und Besonderes oder eine Inspiration - ein sehr dankbares Abendessen.

Curry nach Schema F heißt: Gemüse nach Wahl in der Pfanne anbraten, Currypaste und Kokosmilch dazu, alles ein wenig einköcheln lassen und würzen. Evtl. noch ein paar Nüsse unterrühren oder Tofu mit dem Gemüse anbraten. Nebenbei den Reis abkochen.


Kürbis uns Spinat habe ich letztes Jahr offiziell zu meinen Lieblingsgemüsesorten deklariert, daher hat Birgit's Kürbis-Spinat-Curry mich natürlich sofort angesprochen und ich hab es mit genau diesen beiden Gemüsesorten in der Hauptrolle nachgemacht (mit frischem Spinat). Eine sehr stimmige Kombination, ich fand den Kürbis und Spinat zusammen so richtig lecker und wundere mich, warum ich selbst noch nie auf die Idee gekommen bin, meine Lieblingsgemüsesorten im Curry zu vereinen. Aber dafür lese ich ja schließlich auch andere Blogs, manchmal braucht's eben auch für naheliegende Dinge einen Anstoß von außen. Danke, Birgit!

Samstag, 31. Oktober 2015

Mal was anderes: Kohlrabischnitzel

Ich ernähre mich ja seit fast zwei Jahren vegetarisch. Das Resumée kann ich kurz halten: ich vermisse Fleisch überhaupt nicht - und im Gegenteil, ich genieße es, dass ich nun noch mehr mit Gemüse kochen kann, was ich einfach viel lieber mag. Sämtliche vegetarische Fleischersatzprodukte haben mich daher auch nie gereizt und ich wäre jetzt nie drauf gekommen, mir vegetarische Wurst zu kaufen (einzige Ausnahme: Grillen am 1. Mai). So wäre ich selbst auch nicht auf die Idee gekommen, mir ein Gemüseschnitzel zuzubereiten. Als mir mein Bruder aber mal davon erzählte, dass er (als (!) Nichtvegetarier) Kohlrabischnitzel gemacht habe, und die super geworden seien, habe ich mir das als Idee aber im Hinterkopf behalten.

Nun gut, Kirsten vom Food Blog Sugar and Spice hat eigentlich seit Jahren oft gleiche Ideen wie ich oder liefert mir genau dann ein Rezept, wenn ich was bestimmtes im Hinterkopf habe. Lustigerweise ist das gegenseitig, da sie letzte Woche mein jüngst verbloggtes Quinoa-Müsli nachgemacht hat. Jedenfalls hat die liebe Kirsten dann vor nicht langer Zeit ein Rezept für, 3 Mal dürft ihr raten, jaaa Kohlrabischnitzel verbloggt. Ich hab's dann mal nachgemacht auf dieses Zeichen hin. Ich war ja noch nie Schnitzelexpertin und hab mit Panieren eigentlich keine Erfahrung, daher waren die Zubereitung und das Essen mal "was anderes" für mich.


Geschmeckt hat's mir super. Ich persönlich würde ja nicht unbedingt zum Nachmachen animiert, wenn man mir sagen würde, dass es ähnlich wie ein richtiges Schnitzel schmeckt. Aber ein bisschen tut es das schon. Nur viel besser, weil sich innen eben leckeres Gemüse verbirgt (ohne dass man Gefahr läuft, auf irgendwelche Knochen oder Sehnen zu beißen)... und so schön saftig :-)

Also, auch bzw. besonders an die Nichtvegetarier: Probiert's mal aus!


Das Nachmachen von Kirsten's Rezept hat bestens geklappt. Ich hab nur die Sahne weggelassen, weil ich keine daheim hatte. Dazu gab's bei mir gebratene Champignons und einen Chicorée-Rucola-Salat.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Der nächste Mohnkuchen: Mürbeteig mit Mohn-Pudding-Füllung und Streuseln

So, und es hat wirklich nicht lange gedauert, bis ich nach dem Mohn-Quarkkuchen mit Zwetschgen und Zimtstreuseln den nächsten Mohnkuchen gebacken habe. Bei dem Zwetschgenkuchen habe ich entdeckt, dass ich mit meinem Zauberstab wirklich Mohn mahlen und somit auch Mohngebäck zubereiten kann. Juhu! So viel mir beim nächsten Anlass, Kuchen zu backen, auch sofort ein Rezept ein, welches ich bereits vor Jahren entdeckt hatte, aber eben wegen dem fehlenden, gemahlenen Mohn nie zubereiten konnte (in diesem Rezept steht zwar nicht explizit gemahlener Mohn drin, in den meisten anderen aber schon. Und mir ist es lieber, gemahlenen Mohn zu verwenden, da ich mehrfach gelesen habe, dass man von ungemahlenem high werden kann. Und das ist jetzt nicht meine Absicht;-)).


Vergangene Woche habe ich nun einen Mohn-Pudding-Kuchen nach einem Chefkoch-Rezept gebacken. Er besteht aus einem Mürbteigboden, einer Füllung aus Mohn und Pudding und Streuseln aus dem Teig für den Boden. Was das Rezept angeht, so habe ich anstatt dem Vanillepudding 80 g Stärke genommen und das Mark einer Vanilleschote, sonst bin ich wie im verlinkten Rezept verfahren.


Und er schmeckt einfach so richtig saftig und lecker nach Mohn absolut mein Fall! Den gibt's sicher wieder. In meinem absoluten Traumkuchen wären vielleicht noch Rumrosinen, aber sonst gibt's wirklich nichts zu meckern. Sowas werde ich mal ausprobieren, wenn ich für mich alleine backe, da doch einige Leute, die ich kenne, keine Rosinen mögen.