Dienstag, 10. September 2013

Couscous-Salat mit Röstkürbis

Nicht schwer zu erraten, um welche Saison es sich nun dreht, oder? Mit mindestens genauso viel Freude wie die Spargelsaison im Frühling und die Beerensaison im Sommer erfüllt mich die herbstliche Kürbissaison.

In diesem Jahr beginne ich mit einem Rezept, das schon seit über einem Jahr in meiner Favoritenliste weilt und mir beim Durchsehen dieser Liste im Laufe des Jahres mehrmals aufgefallen ist. Allerdings musste ich das Nachmachen immer auf "die Saison" verschieben. Nun ist es endlich soweit.


Verena's Blog Schlammdackel ist einer meiner Lieblings-Foodblogs und das Rezept heute vorgestellte ist bereits das dritte von ihr nachgemachte. Insbesondere die Vielzahl an Salatrezepten, bestehend viel Gemüse und einer sättigenden Pasta- bzw. Körnerbasis, mit der besonderen Note haben es mir angetan. Der Orzo-Salat mit Broccolipesto ist ein Dauerbrenner. In die gleiche Kategorie fällt der Couscous-Salat mit Röstkürbis. Neben Feta kommt in den Salat noch ein besonderes Dressing aus Minze, Zitronensaft und einem Hauch Kreuzkümmel. Da ich letzteres Gewürz in meinem Schränkchen nicht in gemahlener Form finden konnte, habe ich einfach ein paar Kreuzkümmelsamen hinzugegeben. Und - in sparsamen Mengen - kann ich mich in diesem Fall für den Einsatz des Gewürzes erwärmen, welches ich bisher ziemlich konsequent verweigert habe. Mit seinem herben, intensiven Aroma ist der Kreuzkümmel leicht herauszuschmecken, auch in diesem Rezept. Aber mit würzigem Feta und saurer Zitrone fügt er sich zu einem harmonierendem Trio zusammen. Ein sehr interessantes Geschmackserlebnis!

So hat das Nachmachen dieses Rezeptes auch noch meine Horizonte in Bezug auf den gezielten Einsatz eines gut sortierten, vielseitigen Gewürzrepertoires erweitert. Vielen Dank dafür, Verena, und für einen fabelhaften ersten Kürbisgenuss in der Saison 2013. An dieser Stelle bleibt mir nur noch, euch allen ebenfalls einen schönen Saisonauftakt zu wünschen ;-)

Sonntag, 8. September 2013

Strudel in süßer Form: Quarkstrudel (mit Vanillesauce)

Nun geht's in die zweite Runde der Strudelherstellung. Nach dem bereits vorgestellten Gemüsestrudel ist jetzt der Quarkstrudel an der Reihe. Da ich Quark wahnsinnig gerne mag, verhält sich das mit quarkbasiertem Gebäck logischerweise nicht anders. Und als quarkbasiert kann man diesen Strudel definitiv bezeichnen (für eine Portion Teig und 2-3 Stück werden ein ganzes Kilogramm Magerquark benötigt). Rumrosinen als Extra dürfen in der Füllung für meinen Geschmack aber auch nicht fehlen - die machen das Ganze süß und saftig. Und etwas Vanillesauce dient dem gleichen Zweck und krönt diesen Strudelgenuss (zum Beispiel selbstgemacht nach diesem Rezept), der einfach himmlisch schmeckt. Wenn man vom Teig bis zur Sauce alles selbst herstellt, dann ist das zwar ein wenig Aufwand, aber wie immer: es lohnt sich, wenn man Freude bei der Zubereitung hat. An das Ergebnis kommt einfach kein gekaufter Strudel heran ....

Ich habe nach meinem Grundrezept eine Portion Strudelteig hergestellt (Rezept ist unten verlinkt). Den Teig habe ich in zwei Portionen geteilt und die eine Hälfte für den Gemüsestrudel, die andere Hälfte für den Quarkstrudel gebraucht. Die unten angegebenen Mengen beziehen sich allerdings auf eine ganze Portion Strudelteig. Für die Hälfte des Teiges kann man diese Mengenangaben aber problemlos halbieren.


Quarkstrudel

für 2-3 Strudel

Teig:
1 Portion Strudelteig

Füllung:
200 g Rosinen
6 EL Rum
1000 g Magerquark
2 EL neutrales Öl
100 g Zucker
Abrieb von 1 Bio-Zitrone
2 Eier
100 g Butter
70 g Paniermehl
250 ml Milch

Garnierung:
Puderzucker

Die Rosinen im Rum zwei Stunden vor Backbeginn einweichen. Den Strudelteig nach dem Grundrezept zubereiten und im Anschluss 20-30 Minuten in eine Klarsichtfolie gewickelt ruhen lassen. Während der Teig ruht, kann die Füllung vorbereitet werden: den abgetropften Magerquark, das Öl, den Zucker, die abgeriebene Zitronenschale und die Eier in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät alles gut vermengen. Den Rum abgießen, die eingelegten Rosinen zum Rest der Füllung hinzugeben und mit einem Löffel unterrühren.

 Die Butter in einem Topf leicht erwärmen, sodass sie flüssig wird, danach in ein kaltes Gefäß umfüllen und vor der Weiterverarbeitung erkalten lassen.

Den Strudelteig in 2-3 Portionen teilen. Ein Geschirrtuch mit Mehl bestäuben und je eine Teigportion darauf geben und mit einem Teigroller ausrollen (auch die Oberseite mit etwas Mehl bestreuen). Den Teig bei Bedarf mit den Händen in die Länge ziehen und danach weiter gleichmäßig ausrollen (bei zwei Portionen mindestens auf je 35 x 45 cm).

Den Ofen auf 220°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Den ausgerollten Teig mit der flüssigen (aber wichtig: erkalteten) Butter bestreichen, im Anschluss mit Paniermehl bestreuen. Dann die Füllung auf dem Teig gleichmäßig verstreichen. Dabei an den Längsseiten 3 cm frei lassen und an den Enden 5 cm. Dann die Füllung auf dem Teig gleichmäßig verstreichen. Nun kann der Strudel von der Längsseite her aufgerollt werden, durch Anheben des Geschirrtuchs. Danach die Enden einrollen und unter den Strudel schieben.  Zum Schluss kann der Strudel durch eine weitere Drehung auf ein mit Backpapier ausgerolltes Blech vom Geschirrtuch abgerollt werden. Für die anderen 1-2 Strudel ebenso verfahren und dann die fertigen Strudel nebeneinander auf dem Backblech platzieren. Bei 220°C für ca. 40 Minuten im Ofen backen. Die Milch etwas erwärmen. Nach 20 Minten Backzeit lauwarme Milch über die Strudel gießen. 

Den Strudel warm oder kalt und nach Belieben mit Puderzucker bestreut servieren. Dazu passt sehr gut selbstgemachte Vanillesauce.

Mittwoch, 4. September 2013

Gemüsestrudel mit Ziegenkäse

Wenn ich an Strudel denke, kommen mir zunächst sämtliche süße Varianten in den Sinn: Apfelstrudel, Quarkstrudel, Mohnstrudel (und alles bitte in Vanillesauce getränkt ;-)). Aber auch ein Gemüsestrudel ist was ganz Feines. In der einfachen Version kann man schlichtweg etwas Gemüse nach Wahl, eventuell vorher kurz angebraten, in einen fertigen Blätterteig einrollen und dann im Ofen backen. In dieser Form habe ich den Gemüsestrudel auch kennen und lieben gelernt. Aber eine andere, etwas aufwändigere Version schwebt mir auch schon seit Längerem vor. Diese habe ich mir für den diesjährigen Sommerurlaub aufgehoben und hier ist nun das Ergebnis: Strudel mit klassisch mediterranem Ofengemüse und selbstgemachtem Studelteig. Das ganze habe ich noch mit mildem Ziegenfrischkäse verfeinert, da ich keinen Käse hinzugeben wollte, der das Aroma des gebackenen Sommergemüses unterminiert. Und frische Kräuter, bzw. ein bestimmtes frisches Kraut, welches ich in meiner Küche sehr sparsam einsetze, ist in diesem Fall sehr passend: Thymian

Fazit: Ein weiteres gemüselastiges, sommerlich-aromatisches und vegetarisches Hauptgericht, das einfach herrlich geschmeckt hat.

Den Gemüsestrudel in der einfachen Form für das vielbeschäftigte Volk (Berufstätigkeit, Haushalt, Familie, Organisation des Lebens allgemein ...), zudem sich die meisten von uns zählen können, werde ich auch noch vorstellen. Denn auch bei mir nähert sich langsam aber sicher die Zeit der langen Arbeitstage, ergo werde ich dann keinen halben Tag mehr haben, um ausgiebig Strudel zu backen. Aber für die Phasen im Leben mit etwas mehr freier Zeit und Muße, die hoffentlich auch jeder ab und zu hat, sei das Rezept unten empfohlen.


Gemüsestrudel mit Ziegenkäse

200 g Paprika - bei mir 1/2 gelbe und 1/2 rote (ca. 1 Stück)
200 g Aubergine (ca. 1 kleine)
200 g Zucchini (ca. 1 Stück)
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Olivenöl
1 EL Balsamico-Essig
Salz
Pfeffer
100 g Ziegenfrischkäse
1 EL frische Thymianblättchen

1/2 Portion Strudelteig

1 El Öl zum Bestreichen
Thymianzweige zum Gernieren

Den Backofen auf 220°C vorheizen, das Gemüse waschen, (bei den Paprika noch die Kerne entfernen) und dann alles in 1-2 cm große Stücke schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch ebenfalls waschen und fein hacken. Alles zusammen in eine Schüssel geben, mit 1 EL Öl und 1 EL Balsamico-Essig vermengen und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Das Gemüse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und im Ofen für 20 Minuten backen. Nach dem Backen für mindestens 10 Minuten abkühlen lassen, im Anschluss den Thymian und den Ziegenkäse unterrühren.

In der Zwischenzeit kann sehr gut der Strudelteig vorbereitet werden, siehe hier (für die oben angegebenen Mengenangaben wird die Hälfte der Mengen im Teigrezept benötigt ).

Wenn der Strudelteig ausgerollt ist (bei mir ca. 35 x 45 cm), die Füllung gleichmäßig darauf verteilen. Dabei an den Längsseiten 3 cm frei lassen und an den Enden 5 cm. Nun kann der Strudel längs aufgerollt werden, durch Anheben des Geschirrtuchs. Im Anschluss die Enden einrollen und unter den Strudel schieben. Danach kann der Strudel durch eine weitere Drehung auf ein mit Backpapier ausgerolltes Blech vom Geschirrtuch abgerollt werden. Noch mit etwas Olivenöl bepinseln und dann im Ofen für 25-30 Minuten backen (dabei den Strudel nach 20 Minuten im Auge behalten, dass er nicht zu dunkel wird). 

Dienstag, 3. September 2013

Strudelteig

Nachdem ich die erste Woche meines zweiwöchigen Sommerurlaubs verreist war, ließ ich es in der zweiten etwas ruhiger angehen. Diese verbrachte ich daheim und hatte auch Zeit, ausgiebig zu kochen und zu backen (ich hab immer noch eine lange Liste an unverbloggten Rezepten auf Lager, obwohl der Urlaub auch schon wieder eine Weile her ist). Unter anderem war das Projekt Strudel an der Reihe. Nach Jahren hab ich auch den Teig mal wieder selbst gemacht - nach Familienrezept. Ist absolut machbar und kein Hexenwerk, auch wenn man sich für das ganz dünne Ausrollen des Teiges (der Strudelteig ist im Idealfall am Ende so dünn, dass man Zeitung durch ihn hindurch lesen kann) etwas konzentrieren muss. Über die realisierten Füllungen berichte ich dann in den kommenden Tagen.


Strudelteig

für 2-3 Portionen

350 g Mehl
1 Ei
1/4 TL Salz
3 EL Öl (2,5 EL für den Teig und 0,5 EL zum Bepinseln)
125 ml lauwarmes Wasser

Zunächst das Mehl in eine große Schüssel (oder auf die Arbeitsfläche) geben, in der Mitte ein Loch formen. Ei, Salz, Öl und lauwarmes Wasser dort hineingeben und alles mit den Fingerspitzen für ein paar Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, mit etwas Öl einpinseln und mit Frischhaltefolie einwickeln und an einem warmen Ort etwas ruhen lassen.

 Den Teig nach ungefähr 20-30 Minuten in 2-3 Portionen teilen. Ein Geschirrtuch mit Mehl bestäuben und den Teig darauf mit einem Teigroller ausrollen (auch die Oberseite mit etwas Mehl bestreuen), bei Bedarf mit den Händen in die Länge ziehen und danach weiter gleichmäßig ausrollen. Ich habe den Teig auf Geschirrtuchgröße ausgerollt.

Strudelteig sollte schnell weiterverarbeitet werden, nachdem er vorbereitet und ausgerollt ist.

Sonntag, 1. September 2013

Heidelbeer-Karamell-Eis am Stiel

Nachdem ich am Freitag erstmals von meinen neuen Eisformen berichtet habe, gehen wir doch gleich wie angekündigt in die zweite Runde, solange sich der Spätsommer 2013 wie heute noch von seinen schönen Seiten zeigt. Ich war ja ganz begeistert von dem selbst hergestelltem, nur aus frischem Obst bestehenden und damit äußerst gesundem Fruchteis. Nichtsdestotrotz: ich mag Milcheis, am liebsten noch mit Extras wie Schokolade, Krokant oder Karamell (also alle kalorienreichen Sorten) sehr, sehr gerne. Deshalb darf etwas in diesem Stil als Ergänzung und Kontrast zum Fruchteis nicht fehlen. Spontan kam mir Karamell in den Sinn, aus diesem Grund habe ich Dulce de Leche in das Eis gegeben. Zudem Heidelbeeren für den Fruchtfaktor. Und als Milchgrundlage ganz einfach Joghurt (naheliegend, nachdem ich dieses Jahr Frozen Joghurt in München entdeckt habe). Und heraus kommt ein äußerst schmackhaftes Eis (und eben ein richtiges Eis in ganz klassischer Form, und nicht "nur" frozen Joghurt") mit Karamell-Frucht-Geschmack.


Heidelbeer-Karamell-Eis

für 4 Stück

(4 Formen mit je 90 ml Volumen - ich benutze die von Silikomart)

100 g frische Heidelbeeren 
300 g Naturjoghurt
50 g Dulce de Leche in Zimmertemperatur (gekauft oder selbstgemacht)
außerdem: 4 Holzstäbchen

Die Heidelbeeren waschen und trocken tupfen. Den Joghurt, das Dulce de Leche und die Heidelbeeren in eine Schüssel geben und alle Zutaten vorsichtig vermengen (nicht zu sehr, sodass man durch das Dulce de Leche eine leichte Marmorierung im Eis erhält). Die Masse auf die vier Eisformen verteilen. Alles für mindestens einige Stunden im Tiefühlfach gefrieren lassen.

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