Samstag, 28. September 2013

Backtherapie vom Feinsten: Briochettes comme und diamant

Wenn man Irene's Seite mit Leckereien besucht, dann lachen einem gleich eine Reihe verschiedenster Brioches an. Eine Kreation schöner als die andere. Wenn man sich dann entschließt, ein Rezept nachzubacken, fällt die Entscheidung bei so viel Auswahl ganz schön schwer! Ich hab jedenfalls eine Weile überlegen müssen, bevor ich mir die Briochettes in Diamantenform zum Nachmachen ausgesucht hatte. Wie der Name und die Bilder erahnen lassen, stellen diese Briochettes in Bezug auf das Formen eine mindestens mittlere Herausforderung an die Feinmotorik dar. Und etwas Geduld und Muße sollte man auch mitbringen. Da ich die Briochettes aber im Urlaub gebacken habe, war das bei mir der Fall - dann ist die Angelegenheit auch kein Hexenwerk. Und so kann die Handarbeit beim Backen sehr entspannend, ja sogar therapeutisch wirken. Auch nach einem anstrengenden Tag bei der Arbeit zum Abschalten sehr zu empfehlen. Da können mir sicher ein paar von euch beipflichten.


Geschmeckt haben die Briochettes übrigens auch sehr gut. Auch wenn ich mich fast schon dazu überwinden musste, sie aufzuessen, nachdem ich doch einiges an Zeit in die Herstellung gesteckt hatte und sie dann auch noch so hübsch aussahen.


Eine Brioche, die durch das Kneten viel mehr eine Herausforderung für die Armmuskeln als für die Feinmotirik darstellt, habe ich vor zwei Jahren bereits vorgestellt (siehe hier). Geduld benötigt man übrigens für beide Rezepte (also sowohl die Brioche von damals als auch die Diamantenbriochettes), da der Teig der Brioche sehr lange gehen musste. Aber der Geschmack hat mich absolut vom Hocker gehauen. Über Irene's Seite bin ich neulich dann auch zu Nicole's Profitipps gestossen, die mir von damals sehr bekannt vorkamen. Kann gut sein, dass ich demnächst mal eine Sahnebrioche nach Profi-Art (lange Kneten, Hefeteig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen) und anschliessend "ganz normal" herstelle und dann vergleiche. Zudem habe ich auch in der Vergangenheit schon ein paar Mal Brioche-Muffins gemacht, die wirklich einfach und schnell waren und im Geschmack auch überzeugt haben. Da werde ich das Rezept auch mal hervorkramen, quasi als Kontrastprogramm zu den Diamanten.

Mittwoch, 25. September 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: September-Rezept

Wie man aus der gestrigen Anleitung zum Wrappen schließen kann, geht's heute um Wraps und Quinoa. Dabei bleiben dann auch nicht so viel Kombinationsmöglichkeiten übrig, sodass der zweite messerscharfe Schluss nahelegt, dass es um Wraps mit einer Füllung aus Quinoa geht. Für die Füllung habe ich schlichtweg eine Reihe aus meinen momentanen Lieblingszutaten für Salate und Brotaufstriche ausgewählt. Sprich, an erster Stelle nach dem Quinoa Hüttenkäse, dann Avocado, Gurke, frische Petersilie und Sprossen. Und dazu noch ein intensiver Zitronengeschmack, ein paar Chiliflocken und die Hälfte der Zutaten für das Standard-Salatdressing. Klingt gelingsicher, oder? Und fertig ist eine äußerst leckere und gesunde Füllung für Wraps, an der ich so nichts mehr verändern möchte.


Für alle, die noch nicht das ganze Jahr mitlesen: Hier gibt's Details zu meinem Quinoa-Projekt im International Year of Quinoa 2013. Im Rahmen desssen blogge ich nämlich immer am 25. des Monats im Verlaufe diesen Jahres ein Rezept mit Quinoa. Und sporadisch auch Informationen zum Lebensmittel an sich und der globalen Bedeutung des Korns, wie hier.


 Quinoa-Hüttenkäse-Füllung

zum Beispiel für 6 Weizentortillas mit 24 cm Durchmesser

100 g Quinoa (ungekocht)
400 g Hüttenkäse 
1 Avocado
1/2 Gurke
1 Bund Petersilie (20g)
50 g Sprossen
1 rote Zwiebel (Optional)
1 EL Chiliflocken (optional)
Saft von 1/2 Zitrone (ca. 50 ml)
1 EL Olivenöl
2 EL Dijonsenf
1,5 TL Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Quinoa wie hier beschrieben zubereiten und abkühlen lassen. Die gewaschene und geschälte Gurke und Avocado in sehr feine Würfel schneiden. Die Petersilie fein hacken. Dann alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut vermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Ich habe die Füllung am Ende abgewogen, und sie war ziemlich genau 1 kg schwer. Dann habe ich je ein Sechstel (166.67g) auf einer Weizentortilla mit 24 cm Durchmesser verteilt und gewrappt. Siehe hier für die folgende Schritt-für-Schritt Anleitung. 


Was die Weizentortillas angeht, so bin ich bei der Eigenherstellung noch auf keinen grünen Zweig gekommen. Maistortillas für Enchiladas, die lediglich ein Mal aufgerollt werden müssen, haben ja bereits geklappt. Aber Weizentortillas für Wraps, die auch wirklich elastisch sein müssen (also nicht zerbrechen, wenn man sie faltet) und idealerweise eine gewisse Größe haben, das hat leider noch nicht geklappt. Aber ich bleibe dran, und ich hab auch schon ein paar Rezepte abgespeichert, die nacheinander ausprobiert werden.

Dienstag, 24. September 2013

Gekonnt gewickelt: how to wrap a wrap

Heute gibt's einen Link zu einer praktischen, bebilderten Schritt-für-Schritt Anleitung, wie man aus einer Tortilla ganz professionell einen Wrap wickelt: KLICK.


Ich war erstaunt, wie kinderleicht das mit großen Tortillas geht (24 cm Durchmesser). Und der Wrap hält auch wirklich, wenn man ihn dann so platziert, dass der zuletzt aufgerollte Teil der Tortilla den Boden berührt (wenn man den Wrap unterwegs isst, kann man ihn natürlich auch in Alufolie einwickeln, sodass er in Form bleibt).

Sonntag, 22. September 2013

Nach dem Marathon ist vor dem Marathon

Vor gut einem Jahr habe ich mit dem regelmäßigen Laufen begonnen. Vor knapp einem Jahr habe ich über meinen ersten Halbmarathon berichtet. Und seitdem hat sich diese Sportart zu meinem Hobby Nr. 1 entwickelt, und es gibt fast nichts, was mir mehr Spaß macht, als schlichtweg draufloszulaufen. Egal wann, wo und wie schnell - die Mischung macht's.

Nun durfte ich letztes Wochenende mein Highlight des Jahres erleben (was auch der Grund ist, warum ich auf meinem Food Blog ausnahmsweise ein paar Worte zu einem nicht-themenrelevanten Sujet verliere): ich lief meinen ersten Marathon, den Jungfraumarathon in den Schweizer Bergen. Und das war ein so schönes Erlebnis, dass ich deswegen immer noch permenent strahlen könnte, wie auf dem Bild beim Zieleinlauf unten. Eine traumhafte Bergkulisse, eine riesen Stimmung, ganz viel Jubel und Beifall für alle Läufer von einem tollen Publikum, ideale Wetterbedingungen - und ich persönlich als Läuferin konnte die ganze Strecke geniessen, ohne zu leiden. Aber mal so eben bin ich den Marathon nicht gelaufen, ich habe natürlich lange trainiert. Als anstrengend habe ich den Lauf trotzdem empfunden, und die Tage davor war ich ziemlich nervös! Aber umso schöner ist dann das Gefühl, es wirklich geschafft zu haben! Ein Erlebnis, die ich jedem Empfehlen kann, der nicht durch körperliche Einschränkungen am Training gehindert ist. Oder auch einfach nur Laufen gehen, der beste Ausgleich zum Alltag überhaupt. Und wenn man gerne backt und kocht und isst, ist Laufen auch in dieser Hinsicht als Ausgleich ebenfalls sehr förderlich ;-)


In Bezug auf Ernährung geniesse ich es eigentlich in erster Linie, wie ein normaler Mensch essen zu können, ohne zuzunehmen, seit ich regelmäßig laufe. Zudem ist mir im letzten Jahr, als ich begonnen habe Sport zu treiben, gleich aufgefallen, dass ich automatisch zu gesünderen Lebensmitteln greife. Diese Beobachtung hat sich weiterhin bewahrheitet, ich esse mehr Obst und vor allem Salat und Gemüse denn je, und das auch wirklich, weil es mir schmeckt. Das sollte sich auch in der Rezeptewahl auf meinem Blog widergespiegelt haben.

Sonst wird natürlich mit zunehmenderem Trainingsumfang die Frage immer wichtiger, wie man seinem Körper durch die richtige Ernährung eine gute Grundlage gibt, um Leistung zu erbringen und sich schnell zu regenerieren. Das ist der Grund, warum ich mich auf alle Lebensmittel stürze, die in Fachliteratur als gesund angepriesen werden (darunter eben auch Quinoa, Grünkohl & Chia-Samen). Und es ist wahrscheinlich, dass ich bald noch von dem ein oder anderen neu entdecken "Super Food" berichte ;-)

Aber zusammenfassend bleibt das bunte Rezepterepertoire hier erhalten, ich werde mich in Bezug auf gesunde Ernährung sicher nicht extrem einschränken, denn dafür bin ich viel zu sehr Genussmensch. Ich freu mich schon viel zu sehr darauf, mal wieder einen richtig schönen Kuchen zu backen. Nach dem einfachen Motto: alles in Maßen.


 

Mittwoch, 18. September 2013

Risotto mit Gorgonzola, Erbsen und Walnüssen

Der Einleitungssatz für das Rezept, welches ich aus der Berliner Küche nachgekocht habe, beginnt wie folgt: "Risotto koche ich wirklich oft, denn ...". Bei mir ist das Gegenteil der Fall: "Risotto koche ich wirklich selten" Ich musste auf meinem eigenen Blog nachsehen, wann ich zum letzten Mal Risotto gekocht habe (es war übrigens vor knapp zwei Jahren das Kürbisrisotto mit Chorizo). Und ich sag lieber nicht, wie lange die ungeöffnete Risottopackung bei mir rumstand, bevor ich sie für dieses Risotto gebraucht habe. 

Um den obigen Satz zu komplettieren, der einzige Grund ist"Risotto koche ich wirklich selten, weil es zu viele Alternativen gibt."

Nun hat es aber zum Glück mal wieder geklappt, und ich konnte die Variante mit Gorgonzola, Erbsen und Walnüssen umsetzen. Den Ausschlag zum Nachmachen des Rezeptes hat der Gorgonzola gegeben, der sich im Risotto sehr, sehr gut macht. Er lässt es schön cremig werden, und würzig. Erbsen sind, auch farblich, sehr passend - leider gibt's um diese Jahreszeit keine frischen. Und mit Weisswein angerührtes Risotto finde ich auch super, es hinterlässt ein schönes Grundaroma, und idealerweise geniesst man dann auch ein Glas Wein zum essen, was wunderbar harmoniert. Also alles in allem ein super Risottorezept. Gut war's mal wieder.