Donnerstag, 14. November 2013

Ein moderner Klassiker: Thai-Rindfleischsalat

Nach dem italienischen Klassiker (Nudelauflauf) aus dem letzten Post folgt nun ein thailändischer ...

Durch Donna Hay's Kochbuch "Modern Classics" blättere ich immer wieder gerne. Die Bilder in dem Buch sind einfach schön (eben auch schlicht & modern), und der Titel hält auch, was er verspricht. Ein weiterer Beweis dafür ist der Thai-Rindfleischsalat. Unter einem "modernen Klassiker" verstehe ich nämlich durchaus auch Rezepte, die aus der Küche anderer Länder stammen, sowie die Verwendung der ein oder anderen exotischen Zutat. Aber dennoch sollte das Ergebnis auf den europäischen Gaumen abgestimmt sein und nicht zu sehr nach Exotik und Experiment klingen.

Das Rezept gibt's auch auf der Webseite der Köchen, hier entlang bitteschön.


Der Salat schmeckt erfrischend abwechslungsreich. Das liegt unter anderem an dem Dressing aus Sojasauce, Fischsauce, Limettensaft und Zucker (klingt etwas anders als meine übliche Zutatenliste). Und nicht zu vergessen sind die Kaffir-Limettenblätter, die neben reichlich anderem Grünzeug in den Salat kommen. Für mich war das die Premiere mit den Blättern, die übrigens so aussehen (ich hab die Zutat gegoogelt, bevor ich im asiatischen Supermarkt danach gesucht habe):

Kaffir-Limettenblätter

Die Blätter haben übrigens, was wenig verwunderlich klingt, einen sehr intensiven Limettengeschmack. Noch intensiver als ich vermutet hätte.

Sonntag, 10. November 2013

Ein weiterer Klassiker aus Italien: Pasta al forno

Nach einer ereignisreichen Woche melde ich mich noch mit einem kurzen Sonntag-Abend-Beitrag. Es war so viel los, dass ich in den letzten Tagen so gut wie gar nicht in der Küche war. Aber etwas Rezeptvorrat für den Blog habe ich noch. Dass es sich um einen Griff aus der "Rezeptvorratskiste" handelt, zeigt auch das Bild, das im Sommer auf dem Balkon fotografiert wurde (wo der Auflauf im Anschluss ebenfalls verspeist wurde). Aber das Rezept ist ganzjahrestauglich. Und zudem ein richtiger Klassiker: Also eigentlich ist es Pasta mit feiner Tomatensauce, mit dem kleinen Unterschied, dass diese im Ofen mit Käse überbacken wurde. Geschmolzener Käse ist nach meiner Devise ja geschmacklich nie verkehrt, also auch in diesem Fall ein willkommenes Extra, das den Nudelauflauf zu einem richtig leckeren Essen macht.


Das tolle Rezept (dass so perfekt ist, dass ich es abgesehen von meinen lobenden Worten oben gar nicht kommentieren muss) stammt von der Lorbeerkrone. Ist bei mir als DAS Rezept für Nudelauflauf abgespeichert und wird sicher bald wiederholt.


Der Auflauf eignet sich auch sehr gut für ein Essen mit mehreren Personen / für Gäste, da er gut vorbereitet werden kann und die Chance, dass es wirklich allen schmeckt, auch sehr hoch ist. 


Bei mir gab's ihn diesmal mit Rigatoni. Als nächstes sind Gnocchi an der Reihe.

Sonntag, 3. November 2013

Kürbis-Ziegenkäse-Quiche

Es wird mal wieder Zeit für ein Rezept mit Kürbis, die Saison ist ja schließlich immer noch in vollem Gange (und die letzte 5 Rezepte habe ich das Wort nicht mal erwähnt..). Kürbis und Ziegenkäse stellen ja eine sehr harmonische Kombination dar. Bei mir gab's die Verbindung von Ziegenkäse und Kürbis bereits in Salat sowie in Form einer Pizza. Obwohl sie schon lange auf dem Plan stand, war eine Quiche bisher noch ausstehend. Das sollte sich dieses Wochenende ändern. Mit dem Ergebnis, dass die Kombination auch in diesem Arrangement eine treffsichere Wahl ist. Geschmacklich, und, wie es sich für eine Quiche gehört, auch optisch.

Bei meiner Version habe ich mich bewusst für eine relativ pure Variante entschieden, sodass der Geschmack der beiden Hauptzutaten gut durchkommt. Deshalb habe ich keine Zwiebeln, keinen Knoblauch und auch sonst ausser Salz und Pfeffer kaum Gewürze verwendet. Dafür viel Kürbisfleisch, am besten mit etwas Kürbiskernöl gebacken. Und Ziegenkäse sowohl als Frischkäse als auch in fester Form. Nachdem ich neulich den Geschmack von Thymian entdeckt habe, durfte dieser als Ergänzung auch noch dazu.

Damit der Kürbis auch sicher gar wird, habe ich mich entschieden, ihn ihm Ofen ein paar Minuten vorzubacken, anstatt ihn in einer Pfanne zu braten. Diesem Vorgegen liegen praktische Argumente zu Grunde, nämlich dass der Ofen für das Backen der Quiche ja eh erhitzt werden muss und der Kürbis gebacken werden kann, solange der Mürbeteig im Kühlschrank ruht.


Die Mengenangaben unten beziehen sich auf eine Form mit 28 cm Durchmesser, das ergibt 4-6 Portionen. Für eine kleine Quiche kann man die Hälfte der Mengenangaben in einer Form mit 20 cm Durchmesser zubereiten.


Kürbis-Ziegenkäse-Quiche

für eine Form mit 28 cm Durchmesser

Zutaten für den Mürbeteig:
200 g Mehl (ich habe zu 3/4 Weissmehl und zu 1/4 Vollkornmehl genommen)
100 g Butter, kalt
60 ml kaltes Wasser
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung:
500 g Kürbisfleisch (z.B. die Sorte Hokkaido; Nettogewicht nach dem Schälen)
1 EL Öl (am besten Kürbiskernöl)

Zutaten für den Guss:
150 g Ziegenfrischkäse
150 ml Milch
2 Eier
1 EL Ahornsirup
ein paar Zweige frischer Thymian, gehackt
1 TL Chiliflocken (optional)
Salz
Pfeffer

Zutaten für den Belag:
150 g Ziegenkäse

Aus Mehl, Butter, Wasser und Salz einen Mürbeteig kneten und anschließend für ca. 1 Stunde im Kühlschrank in einer Frischhaltefolie verpackt kalt stellen.

Den Ofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Kürbis waschen, zerlegen, entkernen, schälen und dann 500 g abwiegen. Nun das Kürbisfleisch klein schneiden, in Würfel mit nicht mehr als 1-1,5 cm Seitenlänge. Die Kürbiswürfel mit dem Öl vermengen, mit Salz und Pfeffer leicht würzen. Anschließend auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und im Ofen 20 Minuten vorbacken. 

Die Zutaten für den Guss zu einer homogenen Masse verrühren, mit Salz und Pfeffer gut würzen. 
Den Ziegenkäse für den Belag in Stücke bröseln bzw. schneiden.

Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank holen, ausrollen und in der Form verteilen. Ca. ein Drittel des Teiges für den Rand aufsparen. Den Teig dafür längs ausrollen, Streifen mit 2-3 cm Höhe ausschneiden und den Rand der Form damit auskleiden. Mit einer Gabel den Boden mehrmals einstechen.

Die Kürbiswürfel gleichmäßig auf dem Quicheboden verteilen. Danach den Guss darübergiessen. Am Schluss den zerbröselten Ziegenkäse auf der Quiche verteilen. Alles im Ofen ca. 30-35 Minuten backen (immer noch bei 200°C).

Dienstag, 29. Oktober 2013

Chia-Pudding

Man liest derzeit viel (Positives) vom Superfood Chia-Samen. Beziehungsweise scheint das Thema Chia-Samen in einschlägiger Fachliteratur unumgänglich, wo die Rubriken Fitness/Sport und Ernährung zusammentreffen. Es handelt sich um ein Produkt mit Geschichte: In der letzten Ausgabe der Runner's World las ich, dass Chia übersetzt aus der Nahuatl-Sprache der Maya "Stärke" bedeutet. Und schon vor Jahrhunderten sollte diese den Kriegern der Maya helfen ...
Eisen, Calcium, Kalium, Antioxidanten - die Samen sollen eine hohe Nährstoffdichte von alledem vereinen. Zudem werden auch immer wieder Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren erwähnt (die einzigen beiden Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die ihm deshalb über Nahrung zugeführt werden sollten). Dabei ist nicht nur die Menge wichtig, sondern auch das Verhältnis der beiden essentiellen Fettsäuren (3:1). Und siehe da: als besondere Eigenschaft der Samen wird das ideale Verhältnis der beiden essentiellen Fettsäuren betont.


Da Chia-Samen die Eigenschaft haben, in Verbindung mit Flüssigkeit aufzuquellen, sind derzeit "Chia-Puddings" populär. Ein ganz einfaches Rezept dafür mit nur 3 Zutaten habe ich auf der Seite Run Eat Repeat gefunden. Dafür muss man lediglich 2 Esslöffel Chia-Samen, eine Banane sowie 125 ml Milch im Mixer pürieren und alles am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen.


Bei den Zutaten handelt es sich um vorrätige Standardzutaten (sofern man sich ein Mal Chia-Samen gekauft hat ;-)). So gab es den Pudding bei mir schon öfter. Zunächst muss ich zum Geschmack sagen, dass der Pudding wirklich lecker schmeckt - und ich bin nicht mal ein großer Fan von Bananen ... ich war beim ersten Versuch trotz anfänglicher Skepsis sehr positiv überrascht. Es ist nicht mal nötig, nachzusüßen. Und relativ lange sättigend ist der Pudding auch. Ich kann die These von anderen Leuten, dass 1 EL Chia-Samen mindestens einen halben Tag satt machen würden, zwar nicht bestätigen. Aber ich bin danach definitv länger satt als nach einem Marmeladenbrötchen. Und habe mehr Nährstoffe zu mir genommen, wenn man den ganzen Studien Glauben schenkt. Das spricht eindeutig für Chia-Pudding. In den nächsten Wochen werde ich ganz motiviert mal ein wenig variieren, was das Obst und weitere mögliche Zutaten angeht.

Freitag, 25. Oktober 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: Oktober-Rezept

Es ist Quinoa-Zeit - zum vor-vor-letzten Mal im Rahmen meines Projektes.

Eigentlich sind vegetarische Substitute für Fleischprodukte für mich kein großes Thema. Denn ich bin ja kein Vegetarier und könnte auch die nicht-vegetarische Variante eines Gerichtes essen, wenn ich denn wollte. Die Wahl meines Quinoa-Rezeptes für Oktober fiel dennoch auf ein eben beschriebenen Produkt: Burger - mit Quinoa als vegetarisches Substitut für Hackfleisch. Die Idee finde ich äußerst kreativ. Leckere Bilder von Quinoa-Burgern hatte ich in letzter Zeit ein paar gesehen (Pinterest und Bloglovin sei dank). Und nachdem ich dann folgendes Rezept für einen Burger bei Love & Olive Oil entdeckt hatte, war ich absolut gewillt, Burger selbst herzustellen.

Burger-Brötchen werden auf Englisch ja "buns" genannt und die Füllung liebevoll "patties" (gibt's dafür einen anderen deutschen Begriff?). Neben dem "patties" aus Quinoa bin ich von dem Ziegenfrischkäse, dem frischen Gemüse und den eingelegten Zwiebeln als Bestandteile des Burgers absolut angetan. Nicht vorrangig, weil es gesund, sondern weil es lecker klingt.


Das übersetzte Rezept ist unten zu finden. Ich habe mich beim Kochen genau an das Originalrezept gehalten und war wirklich glücklich, dass die "patties" sich gut haben braten lassen, ohne auseinander zu fallen. Einziger Tipp: die Zutaten vorher gut verrühren, und wenn man die "patties" formt, die Füllung fest zusammendrücken. So sollte auch das Anbraten ohne anschließendes Zerbröseln gelingen.


Wenn ich nun behaupte, dass das der beste Burger ist, denn ich je gegessen habe, muss ich die Aussage dadurch relativieren, dass ich mich nicht daran erinnern kann, wann ich meinen letzten Burger gegessen habe. Was ich mit dieser Aussage aber festhalten will, ist, dass diese Burger vortrefflich geschmeckt haben. Von A bis Z. Für die selbstgemachten Brötchen nach Maja's Rezept habe ich bereits voll des Lobes berichtet. Die "patties" waren schmackhaft, leicht käsig, gemüsig und nussig durch das Quinoa - und trotzdem leicht. Die eingelegten Zwiebeln geben noch ein gewisses Extra. Und zu trocken ist der Burger keinesfalls gewesen, durch die Tomaten und den Rucola, und natürlich den Ziegenfrischkäse. Der Aufwand für die Herstellung hat sich sowas von gelohnt.


Quinoa-Burger

für die Burger-Buns:
siehe hier. Die unten angegebenen Mengen sind für 6 Burger(brötchen) gedacht

für die eingelegten Zwiebelringe:
1 rote Zwiebel
50 ml Apfelessig
100 ml lauwarmes Wasser
1/2 EL Zucker
1 Prise Salz

für die Burger-patties:
130 g rotes Quinoa (ungekocht)
100 g Karotte
40 g Parmesan
10 g Schnittlauch
3 Knoblauchzehen (hab ich weggelassen)
120 g Semmelbrösel
2 Eier
1/2 TL Salz
1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
Öl zum Braten

Extras:
Ziegenfrischkäse
Tomaten
Rucola

Für die eingelegten Zwiebelringe die Zwiebel waschen, schneiden und in Ringe schneiden. Essig, Wasser, Salz und Zucker in eine Schüssel geben und die Zwiebelringe hineinlegen. Für mindestens 30 Minuten marinieren lassen (bei mir 3 Stunden im Kühlschrank).

Die Quinoakörner wie hier beschrieben gar kochen, danach abkühlen lassen. Die Karotte waschen und fein raspeln. Den Käse ebenfalls raspeln. Den Schnittlauch waschen und fein hacken. Den Knoblauch fein hacken. Anschließend die Karotten- und Käsehobel, den Schnittlauch, Knoblauch und die Semmelbrösel mit den Eiern vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Am Ende das Quinoa unterrühren und die Masse 10 Minuten ruhen lassen. Dann 6 runde Burger daraus formen (diese gut zusammendrücken). Je drei Stück auf einmal in einer Pfanne mit erhitztem Öl braten, 3-5 Minuten von jeder Seite bei mittlerer Temperatur.

Die Bürgerbrötchen halbieren, mit Ziegenkäse bestreichen, dann die "Quinoa-patties" daraufsetzen. Mit den Zwiebelringen, Rucola und Tomatenscheiben garnieren.