Samstag, 11. November 2023

Prädestiniert für die eigene Ernte: Apfel-Gitterkuchen

Bei einem Dorffest konnte ich gerade noch einen Bissen dieses Apfelkuchen gustieren, bevor er weg war (andere Kuchen gab es noch). Da der Kuchen so lecker geschmeckt hat, habe ich mir das Rezept geben lassen. 

Neulich haben uns unsere Nachbarn eine Kiste mit Äpfeln aus dem eigenen Garten vorbeigebracht. Das hat mich sehr gefreut, da die ernte unseres garteneigenen Apfelbaumes dieses Jahr noch nicht reichlich war (wir haben den Baum auch erst im letzten Jahr gepflanzt). Was tun mit so vielen Äpfeln? An apple a day ... ist auf jeden Fall mein Motto. Ich esse eigentlich täglich einen Apfel. Einfach so.


Ein Apfelkuchen musste bei so großen Apfelvorräten aber auch gebacken werden. Da fiel mir der leckere Apfel-Gitterkuchen ein. Für das Rezept eignen sich säuerliche Äpfel, aber man kann bestimmt auch süßliche verwenden, ich würde dann aber die Zuckermenge reduzieren.

Beim Backen ist mir aufgefallen, dass ich ja noch gar nie einen Kuchen mit Gitter gebacken habe (Zupfkuchen ist schließlich einfacher ;-)). Das war dann auch etwas herausfordernd, da ich nicht mehr genug Teig übrig hatte und das Gitter sehr filigran wurde. Aber auf dem gebackenen Kuchen fiel es gar nicht mehr so sehr auf. Und beim nächsten Backen werde ich mir etwas mehr Mühe geben und Zeit nehmen. Und ich werde diesen Kuchen auf jeden Fall wieder backen. Ich liebe ja Apfelkuchen ... und dieser gehört ab jetzt zu meinem Dauersortiment.


Apfel-Gitterkuchen

Zutaten für den Teig:
300 g Mehl
200 g Butter
175 g Zucker
1 Ei
1 Zitrone (Abrieb)

Zutaten für die Füllung:
1 kg Äpfel (säuerlich)
1 Zitrone (Saft)
75 g Rosinen
2 EL Rum (optional)
50 g Zucker
1 TL gem. Zimt

Zutaten für den Guss:
2 Eier
50 ml Milch
10 g Zucker
20 g Vanille-Puddingpulver

Für den Teig Mehl, kalte Butter in Stücken, Zucker, Ei und Zitronenschale zu einem Mürbeteig verkneten und im Kühlschrank für mindestens eine Stunde kalt stellen.
Die Rosinen in Rum (alternativ lauwarmem Wasser) für mindestens eine Stunde einweichen lassen.

Die Äpfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und schälen. Dann in dünne Scheiben schneiden und mit dem Zitronensaft beträufeln. 
Die Rosinen mit einem Küchentuch abtrocken, und dann mit den Äpfel, 50 g Zucker und dem Zimt vermengen.

Die Zutaten für den Guss vermengen.

Den Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. 

Den Teig aus dem Kühlschrank holen. Ein Drittel bis ein Viertel des Teiges für das Gitter beiseite stellen. Nun den Teig ausrollen und Boden und den Rand einer Springform mit dem restlichen Teig auslegen. Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Nun die Äpfel auf dem Teig verteilen und den Guss darüber gießen.

Den restlichen Teig in Streifen schneiden (am besten mit einem Teigrädchen) und den Kuchen gitterartig damit belegen.

Den Kuchen für 50 bis 60 Minuten im Ofen backen.

Donnerstag, 26. Oktober 2023

Im Kräuterglück: Wildkräuter-Beeren-Smoothie

Frisch zubereitete Smoothies sind eine große Bereicherung. Besonders toll finde ich, dass man sehr flexibel verwenden kann, was gerade an Wildkräutern, Blüten, Beeren und Früchten allgemein zur Verfügung steht. Wir haben sie hauptsächlich für unser spätes Frühstück im Sommer geliebt. 

Auch jetzt im Herbst sind Smoothies eine tolle Möglichkeit die wertvollen Inhaltsstoffe aus der Natur zu nutzen, denn auch härtere und raue Blätter der Wildkräuter, sowie Früchte wie Hagebutten, Schlehen und der Weißdorn können verwendet werden und bereiten uns gut auf die kalte Jahreszeit vor.

  
Wildkräuter-Beeren-Smoothie

für 2 Portionen

1 Handvoll Wildkräuter 
(bei mir dieses Mal Brennnesseln, Löwenzahn, Schafgarbe, Spitzwegerich, Dost, Minze, Rotklee und Braunelle)
1 Banane
1 Pfirsich
1 Handvoll Waldbrombeeren
Saft von 1/2 Zitrone
etwas Honig 

Die Wildkräuter (mehrmals) waschen und etwas zerkleinern.
Ebenso die Früchte waschen, eventuell schälen und zerkleinern und alles zusammen und  in die Küchenmaschine geben und sehr fein pürieren. Es kann auch ein Stabmixer verwendet werden.
Eventuell noch etwas Wasser hinzufügen und nach Bedarf mit Honig süßen.
Mit kleinen Blättchen und Blüten verzieren.

Freitag, 6. Oktober 2023

Was tun mit Stangensellerie? - ein Gratin machen

In meinem Gemüsegarten ist dieses Jahr eine Reihe Staudensellerie herangewachsen. Das habe ich noch nie geerntet. Was macht man mit Staudensellerie? Einen Büschel habe ich in einer Minestrone verarbeitet. Aber da waren zehn weitere Pflanzen ... Bei meinen Recherchen bin ich schnell auf überbackene Selleriestangen gestoßen. Und habe das Stangensellerie-Gratin gleich ausprobiert. Es ging relativ flott: Selleriestangen waschen, in Stücke schneiden, blanchieren. Und dann mit einem Guss und Käse bestreut im Ofen überbacken. 

Und das Gratin war sehr lecker. Etwas Besonderes, etwas, das ich so noch nie gegessen habe. Weiche Selleriestangen, ein sahniger Guss und würziger Käse.

Übrigens: Anders als wir angenommen hätten, waren gerade die dicken Selleriestangen sehr lecker und weich. Die dürren Stangen habe eher hart und zu säuerlich geschmeckt. Also lieber die großen Stangen nehmen.

Ich merke mir das Rezept auf jeden Fall fürs nächste Jahr. 


Das Rezept, an das ich mich am ehesten gehalten habe, steht hier bei Chefkoch. Ich habe allerdings ein Kilogramm Stangensellerie verwendet und einen Becher Saure Sahne und einen Becher Schmand genommen. Und einen würzigen Bergkäse zum Überbacken. Mein Gratin war auch etwas länger als 15 Minuten im Ofen.

Freitag, 29. September 2023

Im Kräuterglück: Grüne Brötchen

Die Basis dieser Brötchen mit Kräutern bzw. Blüten ist ein klassischer Quark-Öl-Teig. 

Die Hälfte der Masse habe ich mit kleingeschnittenen Kräutern (Brennnessel, Gundermann, Schafgarbe, Spitzwegerich, Löwenzahn) zubereitet. Der anderen Hälfte des Teiges habe ich Blüten vom Rotklee und Malve, sowie geriebenen Käse beigegeben. Beide Arten von Brötchen sind locker, lecker und knusprig geworden. Die Blüten kann man leider nicht mehr erkennen.

Diese Brötchen schmecken gleichermaßen gut zum Frühstück, zwischendurch oder zum Abendessen. Sehr lecker mit Butter und Marmelade, Frischkäse oder anderen Aufstrichen.

Auch als Snack zu einem Glas Rotwein passen sie hervorragend.

Im nächsten Frühjahr möchte ich sie gerne nur mit Vogelmiere backen. Davon erhoffe ich mir eine noch grünere Farbe der Brötchen.

Grüne Brötchen

für 12 Brötchen

300 g Mehl
250 g Quark
6 EL Öl
8 EL Milch
1 TL Meersalz
1 TL Honig
1 Päckchen Backpulver
1 Hand voll wilde Kräuter 
(z.B. Bärlauch, Beinwell, Brennnessel, Löwenzahn, Dost, Giersch, Gundermann, Knoblauchsrauke, Schafgarbe, Spitzwegerich, Vogelmiere)
1 Hand voll Blüten 
(z.B. Rotklee, Gänseblümchen, Malve, Dost, Ringelblumen)
100 g Reibekäse

Die Kräuter feinschneiden. 
Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Den Teig in zwei Hälften teilen.
Den einen Teil mit den fein geschnittenen Kräutern verkneten.
Den anderen Teil mit dem geriebenen Käse und den Blüten.
Mit feuchten Händen jeweils 12 Brötchen formen, auf Backpapier oder Dauerbackfolie setzen.
30 Minuten bei 180 °C im vorgeheizten Backofen backen.

Vor dem Backen

Nach dem Backen Brötchen mit Kräutern

Nach dem Backen Brötchen mit Blüten und Reibkäse

Mittwoch, 20. September 2023

Quinoa mit ofengeröstetem Gemüse

Mensch, jetzt habe ich ewig nach einem Bild von einem Apfelkuchen gesucht, das ich einfach nicht mehr finden kann. So ganz toll sortiert sind die Bilder auf meinen mobilen Endgeräten leider nicht, auch wenn ich mir Mühe gebe, dass nicht völliges Chaos ausbricht. Na ja.

Also erst kurz zum Kuchen: Es ist ja Zwetschgenzeit und ich finde den folgenden Mohn-Zwetschgen-Quarkkuchen mit Zimtstreuseln einfach gigantisch. Man kann ihn auch mit Äpfeln machen - aber dazu wann anders mehr.

Bevor es hier wieder so richtig herbstlich wird mit Kürbissen & Co., gibt es noch ein sommerliches Rezept. Für buntes Gemüse aus dem Ofen, orientalisch gewürzt. Dazu Quinoa zum Sattessen (was ich viel zu selten zubereite, obwohl ich es so lecker finde). Und ein paar Cashewkerne, damit man was zum Beißen hat. Sowas sollte es bei mir öfter geben.


Quinoa mit geröstetem Gemüse

für 2 Portionen

120 g Quinoa 
2-3 Karotten (ca. 200 g) 
1 Zucchini (ca. 200 g) 1 Paprika 
1 TL gem. Kurkuma 
1 TL gem. Kreuzkümmel 
1 TL gem. Koriander 
1/2 TL Zimt 
1 Prise Cayennepfeffer 
2 EL Olivenöl (1 EL für das Gemüse und 1 EL für das Dressing) 
2 TL Zitronensaft 
1 TL Ahornsirup 
Salz, Pfeffer 
30 g Cashewkerne 
frischer, gehackter Schnittlauch

Den Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Das Gemüse waschen, die Paprika entkernen, die Enden der Karotten und Zucchini entfernen. Die Karotten, Zucchini und Paprika in mundgerechte Stücke schneiden und mit 1 EL Olivenöl, den Gewürzen und etwas Salz vermengen. Das Gemüse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und 20-30 Minuten im Ofen bissfest garen. Währenddessen die Quinoakörner abwiegen und waschen, dann zusammen mit ca. 400 ml Wasser in einen Topf geben, einmal aufkochen und bei geringer Hitze und geschlossenem Topfdeckel 15 Minuten köcheln lassen. Für das Dressing 1 EL Olivenöl, Zitronensaft, Ahornsirup, Salz und Pfeffer gut verrühren. Den Schnittlauch kleinschneiden. Die Cahsewkerne hacken und ohne Fett in einer Pfanne etwas anrösten. Das Quinoa mit dem Gemüse und Dressing vermengen, nochmals abschmecken und mit den Cashewkernen und Schnittlauch bestreuen