Samstag, 19. März 2011

Eine orange Kochevent-Inspiration


Bei der Zusammenfassung des Orangen-Kochevents des Gärtnerblogs ist mir umgehend der Orangensalat von evenaar … trifft Längengrad ins Auge gesprungen. Heute wurde der Salat auch von mir nachgemacht. Schaue ich mir das heutige Datum an, dann habe ich es ja sogar noch im kalendarischen Winter und somit der typischen Orangenzeit geschafft.
Wenn ich koche muss ja nicht immer alles möglichst schnell, einfach und billig sein. Allerdings bin ich begeistert, wenn man wenige Zutaten so aufbereitet, dass eine schön und besonders aussehende Kreation entsteht, die dann auch noch richtig lecker ist und man die Zutaten auch noch so pur herausschmeckt. Genau das war bei dem Salat mit Orangen, Schalotten und Oliven der Fall. Ich kann ihn mir auch sehr gut als leichte Vorspeise eines Menüs vorstellen, und dafür ist der Salat vorgemerkt...spätestens. Und ich kann mich mal wieder für ein super Rezept bedanken.

Donnerstag, 17. März 2011

Kindheitserinnerungen


Beim Gedanke an Grießbrei werden bei mir Erinnerungen an meine Kindheit wach, wie wir Kinder mit meiner Mama vor Jahren an kalten Tagen abends am Tisch beim Essen von Grießbrei sitzen. Dazu gab's zum Beispiel Pflaumenkompott, Früchte oder Honig.
Zwar würde ich mich nicht ausschließlich von Grießbrei ernähren wollen, aber an so einem Regentag und viel frischer Luft kam mir das Rezept heute Abend allerdings sehr gelegen, und so gab's mal wieder Grießbrei, und zwar mit einer Orange und getrockneten Cranberries. Dulce de Leche kann ich mir außerdem auch gut dazu vorstellen. Das Grundrezept meiner Mama:

Grießbrei

für 1 Portion

250 ml Milch
1 EL Zucker
etwas Vanillezucker
40 g Grieß
1 Ei

Die Milch erhitzen. Das Ei trennen und das Eiweiß steif schlagen. Den Grieß und den Zucker vermengen und das Ganze, sobald die Milch kocht, unter ständigem Rühren langsam in die Milch einrühren. Den Topf vom Herd nehmen.Etwas Grießbrei mit dem Eigelb verrühren und dann die Masse mit dem Rest vermengen. Das Eiweiß unterheben.

Hausmannskost

Hausmannskost, und zwar einen Teil der bayerisch-österreichischen Küche, der mir in den letzten Jahren sehr ans Herz gewachsen ist: Kaiserschmarren mit Apfelmus. Den habe ich uns gestern zum Abendessen gekocht.

So a Schmarrn .. diese Worte aus dem Munde der Bayern waren solche Sätze, die mich nach meinem Umzug in die Region haben merken lassen, dass ich mich in Bayern befinde, was mir aber immer gefallen hat. Mittlerweile kaufe ich beim Bäcker auch eine Breze anstatt einer Brezel oder bestelle im Biergarten Kasspatzn anstatt Kässpätzle. Wenn ich aber irgendwo richtiges Bayerisch höre, steige ich aus. Gestern haben wir uns auch gefragt, wo der Name des Gerichtes Kaiserschmarrn denn eigentlich herkomnmt. Ich hab das eben mal kurz gegoogelt, und bin auf diese netten Legenden gestoßen.


Das Rezept habe ich aus einem Kochbuch, in dem die Mengen sehr unkonkret angegeben sind, daher meine korrigierte Version:

Kaiserschmarrn

für 2 Portionen (zum Sattessen, keine Dessertportionen)

30 g Rosinen
etwas Rum
3 Eier
30 g Zucker
150 g Mehl
1 Prise Salz
ca. 250 ml Milch, evtl. etwas mehr
20 g Butter 
Puderzucker

Die Rosinen eine Stunde vor dem Backbeginn in Rum einweichen. 
Zu Backbeginn die Eier trennen, die Eiweiß steif schlagen (Unterschied zu Pfannkuchen) und beiseite stellen. Die Eigelbe mit Zucker, Salz, Mehl und Milch verrühren, sodass ein dickflüssiger Teig entsteht (bei Bedarf etwas mehr Milch hinzufügen). Die Rumrosinen hinzufügen und das geschlagene Eiweiß unterheben. Bei dieser Portionsgröße backe ich jeweils die Hälfte des Teiges in der Pfanne (etwa 1-2 cm hoch) heraus: Also in einer Pfanne die Hälfte der Butter erhitzen und die erste Teighälfte hinzugeben. Den Teig backen (wichtig, dass die Temperatur niedrig ist, sodass der Teig langsam durchgebacken wird und nicht außen schwarz und innen flüssig ist). Wenn die untere Seite nach ein paar Minuten Farbe annimmt, den "Pfannkuchen" mit einem Holzlöffel vierteln und wenden. Wenn auch die andere Seite gebacken ist, den Teig in grobe Stücke zerteilen. Den Vorgang für den Rest wiederholen. Bei mehr als zwei Backvorgängen stelle ich den schon fertigen Kaiserschmarren im Ofen warm. Den Kaiserschmarren anschließend mit Puderzucker bestreuen und mit Apfelmus servieren.

Mittwoch, 16. März 2011

Pastasaucen II: Carbonara

 
 Sooo... der erste Teil meines Umzugs ist soweit gut über die Bühne gegangen. Sowas ist ja immer ein ziemlicher Stress für alle Beteiligten. Aber ich will nicht jammern, ein Blick nach Japan oder Libyen genügt, um festzustellen: Im Vergleich zur Situation vieler Menschen dort habe ich keine wirklichen Probleme.

Zum Kochen bin ich heute Mittag auch mal wieder gekommen, und zwar ging's weiter mit meinem Vorhaben, gute Rezepte für eine Sammlung der bekanntesten Pastaklassiker zu finden. Nach den Spaghetti Napoli waren nun die Spaghetti Carbonara an der Reihe. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich Carbonara zum letzten Mal gegessen habe, war also umso leckerer. So ganz frische Eier habe ich eben auch selten daheim. Aber klar, dass dafür nur ganz frische Eier mit vertrauenswürdiger Herkunft verwendet werden sollten.


Und zwar gefiel mir folgendes Rezept bei Chefkoch am besten.
An die Zutaten habe ich mich auch gehalten, allerdings habe ich dann doch die Menge der Sauce etwas verringert. Ich mag zwar viel Sauce, allerdings nur wenn diese vorwiegend gemüse- und nicht sahnebasiert ist. Mein Ergebnis schaut ungefähr so aus:

Spaghetti Carbonara

für 2 Portionen

200 g Spaghetti
50 g Speck (z.B. Pancetta)
40 g Parmesan
50 ml Sahne
2 Eigelbe (ganz frisch)
Salz und Peffer

Die Spaghetti gar kochen. Während dessen den Speck in einer Pfanne ohne Öl ein paar Minuten anbraten. Den Parmesan hobeln und mit der Sahne und den Eigelben verrühren. Die Mischung mit Salz (der Speck und Parmesan sind schon sehr würzig!) und Pfeffer würzen. Die Spaghetti nach dem Abgießen des Wassers im Topf mit dem Schinken und der Sauce verrühren.


 Anmerkung 18.11.2012: Nachdem ich aus mehreren Quellen gehört habe, dass an die "ganz originale" Version keine Sahne kommt, und nur Eier, Speck und Parmesan verwendet werden, habe ich dies bei einem Weiteren Durchgang ausgetestet. Mein Fazit ist, dass die Spaghetti auch sehr gut ohne die Sahne auskommen, die Zugabe davon ist folglich nicht unbedingt nötig. Andererseits finde ich die Zugabe Sahne weder unpassend noch schädlich (in geringen Mengen). Vondaher werde ich ab jetzt situationsabhängig verfahren: Wenn grad Sahne da ist, warum nicht ein wenig hinzufügen. Wenn nicht, auch ok. Angenehmes Fazit, bei dem man nur alles richtig machen kann ;-)

Freitag, 11. März 2011

Backen und packen


Während ich heute schon für meinen anstehenden Umzug gepackt habe, ging's mit der Lebensmittel-Resteverwertung in der Küche auch eine Runde weiter: Ich habe angebrochene Mandeln und Eierlikör zu Muffins verarbeitet. Also ich finde das Ergebnis auch gut, sonst hätte ich es wirklich nicht gepostet ... Resteverwertung heißt nicht, dass ich in meinem Mülleimer krame oder den kompletten Inhalt meines Vorratsschrankes in eine Schüssel gebe und anschließend backe. Die Mandeln in den Muffins sind ein sehr schmackhafter Ersatz für Mehl, mehr als nur ein Mittel zum Zweck, wenn kein Mehl mehr daheim ist bzw. wenn man es nicht verträgt.


Eierlikör - Mandel - Muffins

100 g Puderzucker + etwas zum Bestreuen
1 Pck. Vanillezucker
2 Eier
100 g Butter
200 g gemahlene Mandeln
2 TL Backpulver
100 ml Milch
100 ml Eierlikör
1 Prise Salz

Die Butter aus dem Kühlschrank stellen. Alle anderen Zutaten bereit stellen. Ein Muffinblech mit 12 Förmchen auskleiden. Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die Butter in Stückchen in eine Schüssel geben und zusammen mit den Eiern, dem Puderzucker und dem Vanillezucker verrühren. Dann die restlichen Zutaten hinzugeben und weiterrühren, bis alles gut vermischt ist. Den Teig in die Muffinförmchen füllen und 20 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

Nachdem die Muffins ausgekühlt sind, Puderzucker darüber sieben.