Dienstag, 20. April 2021

Indisch frisch: Dhal mit Birnen-Pickles und Pappadums

Immer wenn ich bei meinem Bruder mit Familie zu Gast bin, so bin ich sehr gespannt, was es zu essen gibt. Das Essen ist immer gesund, meist vegan (aber sicher vegetarisch) und etwas Neues. Ich reise eigentlich immer mit einem Rezept im Gepäck nach Hause, das ich unbedingt selbst auch mal machen muss.

So auch beim letzten Besuch. Da gab es indisches Essen: Dhal mit Birnen-Pickles und Pappadums. 

Dhal ist mir bekannt, meine Standard-Version ist mit Spinat. In diesem Rezept ist es mit Karotten. Und Mung-Bohnen. Aber man kann auch einfach rote oder gelbe Linsen nehmen, die müssen nicht vorher einweichen.

Das Besondere waren die Birnen-Pickles. Das Birnen-Zwiebel-Koriander-Relish schmeckt so wunderbar erfrischend und begleitet das milde Dhal perfekt.

Und hinter Pappadums verbergen sich selbstgemachte Cracker. Aus Kichererbsenmehl. Man kann aber auch z.B. Maismehl verwenden. Die ergänzen Dhal und Pickles perfekt.

Wer gerne indisch, kreativ, vegan kocht: unbedingt nachmachen!


Das Rezept ist - wie so viele tolle Rezepte - von Schrot&Korn. Hier ist es veröffentlicht. Eine Anmerkung: die 210 ml Wasser im Rezept sind aufgeteilt in 150 ml für das Dhal und 60 für die Pappadums. Als wir das Rezept zuhause nachgemacht haben, haben wir 210 ml für die Pappadums verwendet, was zu viel war. Demensprechend haben wir mehr Mehl genommen und so hatten wir vier Mal so viel Cracker wie eigentlich benötigt.

Sonntag, 11. April 2021

Löwenzahn-Spinat-Lasagne

Jetzt muss ich kurz erzählen, wie ich zu meinem türkischen Spinat und Löwenzahn gekommen bin, die mich inspiriert haben, diese Lasagne zu machen. Vor kurzem wurde mein Arbeitsplatz aus Platzmangel (Corona) an einen anderen Ort verlegt. Erst war ich nicht begeistert, denn er liegt jetzt nicht mehr in der Stadt, sondern gute 7 Kilometer entfernt an einem kleineren Ort. Aaaaber.......im selben Gebäude ist ein türkischer Supermarkt ansässig. Ich habe entdeckt, daß das Gemüse- und Obstsortiment sehr besonders ist. Auf Nachfrage sagte man mir, daß nur sehr wenig gespritztes oder gar nicht gespritzte Ware in den Laden kommt. Die Mandarinen und Orangen schmecken sensationell. Und das Beste ist: es gibt riesige Sträuße türkischer Petersilie, Dill, Koriander und Pfefferminze (nicht in Folie verpackt). Frisch und auch noch günstig. Soviel Kräuter haben wir sonst nie benutzt. Außerdem schönes Gemüse, das man bei uns normalerweise nicht bekommt. Auberginen wie in Sizilien und Paprika in allen Farben und Größen, wie oben erwähnt Spinat, Löwenzahn, Rapa und vieles Andere. Aber eben teilweise etwas anders, eben türkisch. Das ist ein bißchen wie Urlaub.

 

Das Rezept ist aus dem Kochbuch "Vegetarisch" von GU. Da ich es aber einiges geändert habe, werde ich die Zutaten nennen wie ich sie verwendet habe:

für 6 Personen

400 g Löwenzahn
400 g Spinat oder Brennnesseln
1 Stange Lauch
100 g Butter (25 g zum Anbraten und 75 g für die Béchamel-Sauce)
1 kleine Dose gestückelte Tomaten
2 EL Tomatenmark 
1 kleine getrocknete Chilischote
125 g Mehl
knapp 1 Liter Milch
3 Kugeln Mozzarella
Salz
frisch gemahlener Pfeffer 
etwa 300 g Lasagneplatten (ohne Vorkochen)
100 g frisch geriebener Parmesan
 
Löwenzahn und Spinat waschen, trocken schleudern und feinhacken. Lauch putzen, waschen, in feine Streifen schneiden und in 25 g Butter andünsten. Die Kräuter dazugeben und zusammenfallen lassen. Tomaten und Tomatenmark und die zerriebene Chilischote dazugeben.  Mit Salz und schwarzem Pfeffer kräftig abschmecken. Alles offen bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen.
 
Für die Béchamel-Sauce die restlichen 75 g Butter schmelzen, das Mehl darin anschwitzen. Die Milch unter Rühren nach und nach dazugießen und 10 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.
Mit etwas Salz, Muskatnuss und weißem Pfeffer würzen.
 
Den Mozzarella in kleine Würfel schneiden und den Backofen auf 180° C vorheizen.
 
Die Auflaufform (ich habe zwei kleine genommen und friere 1 davon ein) lagenweise einschichten. Mit Béchamel beginnen, dann die Lasagneplatten, Kräutersoße, wieder Béchamel und mit Mozzarella und Parmesan bestreuen. Die letzte Schicht Teigplatten gut mit Béchamel abdecken. 
Die Lasagne im Ofen etwa 50 Minuten backen, bis sie weich und goldbraun ist.

Statt Spinat kann man auch Brennnesseln, Bärlauch und Rucola verwenden.

Montag, 5. April 2021

Bärlauch-Knoten - die Zubereitung macht Spaß

 
 
Und weiter geht es mit Bärlauch (die Saison dauert ja nicht allzu lange). In der Zwischenzeit weiß ich ja, wo ich ihn bekommen kann.
Gar nicht so einfach. Im Biogeschäft, im Supermarkt habe ich ihn bisher nicht gefunden.
Aber auf dem Markt ... und in einem kleinen Lebensmittelgeschäft, wo ich es gar nicht erwartet hätte.

Das Rezept findet man hier.

Der Teig war etwas weich. Ich habe das doppelte Rezept gemacht und musste ungefähr 
100 g Dinkelmehl mehr verwenden. Ich habe die Füllung noch etwas mit Kräutersalz gewürzt.
Statt Agavensirup habe ich Honig verwendet.
Die Zubereitung hat großen Spaß gemacht. Ist bei dem link (Frischkäse-Knoten) gut beschrieben. Mal eine andere Art Knoten zu machen. Geschmacklich sind die Knoten großartig, was bei diesen Zutaten zu erwarten ist Dinkelmehl, Bärlauch, Frischkäse, Pinienkerne, Olivenöl 😋

Montag, 29. März 2021

Bärlauch-Hummus - frisch und fruchtig

Das erste richtige Frühlingsrezept. Dieses Jahr mit Bärlauch. Ich habe wieder festgestellt, daß mich sattes saftiges Frühlingsgrün sogar noch mehr in den Bann zieht als bunte Frühlingsblumen.

 

 Vor wenigen Wochen haben wir eine Wanderung gemacht und der Anblick der großen Fläche Bärlauch hat mich so angesprochen, daß ich dieses Bild in meiner Seele abgespeichert habe und es fast nicht erwarten konnte, neue Bärlauch-Rezepte auszuprobieren.

Mein Biobauer auf dem Markt teilt meine Begeisterung und hat mich heute Morgen darauf aufmerksam gemacht, daß Bärlauch eine der wenigen Pflanzen sei, die Schwermetalle im Körper, vor allem auch im Gehirn abbauen kann (die Info einer Heilpraktikerin).

Jedenfalls hat Bärlauch eine Menge positiver Auswirkungen auf die Gesundheit: Linderung von Verdauungsbeschwerden, Blähungen abmildern und ein erhöhter Cholesterinspiegel kann gesenkt werden.

Wenn man dieses Wildkraut sowieso liebt, sind das willkommene positive Aspekte, die man gerne hört.

Apropos Bärlauch auf dem Markt einkaufen: Den Bärlauch im Wald selbst zu ernten, würde mir sehr viel mehr Spaß machen und die Pflanze von Maiglöckchen oder anderen Pflanzen zu unterscheiden traue ich mir zu. Aber seit ich eine Person kennengelernt habe, die sich den Fuchsbandwurm eingehandelt hat, habe ich mich dagegen entschieden ihn in freier Natur zu pflücken.

Das Goethezitat auf meiner Frühlingsdeko (ein Namenstagsgruß einer Freundin) passt in diesem Fall nicht perfekt, ich finde es trotzdem schön.

Was der Frühling nicht sät
kann der Sommer nicht reifen
der Herbst nicht ernten
der Winter nicht genießen.

Johann Wolfgang von Goethe
 
 

 Das Rezept für diesen Bärlauch-Hummus habe ich bei Pinterest entdeckt. Man findet es hier


Der Bärlauch-Hummus schmeckt frisch, fruchtig und lecker und natürlich nach Knoblauch.
"Man könnte sich reinsetzen...........".
Meine Kolleginnen haben gesagt, er schmeckt nach Knoblauch aber nach Genuss von Bärlauch riecht man das selbst nicht. Ob das stimmt?

Mittwoch, 17. März 2021

Lieblings-Vollkornbrot mit Sauerteig und Saaten

Im vergangenen Jahr habe ich das Brotbacken mit Sauerteig entdeckt. Davor war mir das mit dem Sauerteig zu kompliziert. Mit etwas Erfahrung finde ich: Man kann auch nur mit Hefe wunderbar einfach Brot backen, zum Beispiel dieses. Aber wenn man das mit dem Sauerteig 1-2 Mal gemacht hat (inkl. Vermehrung), ist es eigentlich nicht so schwer. Und der Aufwand lohnt sich. Viel mehr machen muss man ja auch eigentlich nicht. Nur besser Planen, da es generell bei Backwaren mit Sauerteig längere Geh- und Wartezeiten gibt.

Das Folgende Rezept ist von meinem Bruder. Ich habe das Brot bestimmt schon zwanzig mal gebacken. Es ist zu meinem Lieblings-Vollkornbrot gewordne. Ich hatte es immer vergessen zu fotografieren. Ich dachte mir: ich mach es ja eh bald wieder. Nun habe ich es endlich einmal fotografiert, sodass ich das Rezept auch verbloggen kann. Endlich.

Obwohl reines Vollkornmehl verwendet wird, schmeckt das Brot so richtig schön saftig. Mit einer knusprigen Kruste. 

Ein paar Anmerkungen: Im Originalrezept wird Dinkelvollkornmehl verwendet. Ich backe das Brot genauso gern mit Weizenmehl oder mit einem Mix aus beidem. Was die insgesamt 170 g Körner und Saaten angeht, so hat man die freie Auswahl und kann nehmen, was man möchte bzw. was man daheim hat. Ich kann jedoch wirklich empfehlen, Hanfsamen zu verwenden. Die machen es so schön knusprig.


Vollkornbrot mit Sauerteig und Saaten

Teig Nummer 1:
250 g Vollkornmehl
200 g lauwarmes Wasser
5 g Hefe
100 g Sauerteig

Teig Nummer 2:
500 g Vollkornmehl
35 g Hanfsamen
35 g Leinsamen
100 g Kerne (z.B. Sonnenblumenkerne und / oder Kürbiskerne)
17 g Salz
15 g Honig
15 g Apfelessig
350 g lauwarmes Wasser

Beide Teige einzeln kneten und 4 Stunden ruhen lassen. Dann die beiden Teige mischen und 45 Minuten gehen lassen. 

Den Backofen auf 250°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Nun das Brot formen: Den Teig durchkneten, mit den Fingern nach Innen drehen und zu einer Art Halbkugel formen. Die Runde Seite mit Mehl bestäuben. 

Ein Gärkörbchen mit Mehl ausstreuen. Mit der mehligen Seite voran ins Gärkörbchen drücken. Den Teig nochmals kurz gehen lassen. Dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stürzen und aus dem Gärkörbchen lösen.

Das Brot die ersten 15 Minuten bei 250°C backen, danach weitere 35 Minuten bei 200°C backen. Das Brot aus dem Ofen holen und idealerweise auf einem Gitter auskühlen lassen.